Renitec · Enalapril Sandoz
Prodrug, das zu Enalaprilat hydrolysiert wird. Senkt die Mortalität bei Herzinsuffizienz mit eingeschränkter Ejektionsfraktion — der Effekt ist dosisabhängig, und Unterdosierung ist häufiger als Nebenwirkungen als Grund für den ausbleibenden Nutzen.
Kontraindiziert während der Schwangerschaft — Fruchtschäden im zweiten und dritten Trimester. Angioödem kann jederzeit während der Behandlung auftreten.
| Indikation | Dosierung | Hinweis |
|---|---|---|
| Herzinsuffizienz (HFrEF) | 2,5 mg × 2 p.o., alle zwei Wochen verdoppeln auf 10–20 mg × 2 | Zieldosis, nicht Symptomdosis |
| Hypertonie | 5–10 mg p.o. täglich, bis zu 40 mg | kann einmal täglich gegeben werden |
| Diabetische Nephropathie | 10–20 mg täglich | gegen Albuminurie titrieren |
| Einleitung bei niedrigem Volumen | 1,25–2,5 mg als Testdosis | Risiko eines ausgeprägten Erstdosen-Blutdruckabfalls |
Dosis reduzieren bei eGFR < 30. Ein Kreatininanstieg von bis zu 30 % nach Einleitung ist zu erwarten und kein Grund zum Absetzen.
Vorsicht — die Aktivierung erfolgt in der Leber.
0,08 mg/kg täglich als Startdosis, verordnet durch Kindernephrologen oder Kinderkardiologen.
ACE-Hemmer nicht mit ARB kombinieren. Bei Angioödem ist ein Wechsel zu ARB möglich, erfordert aber sorgfältige Aufklärung — das Rezidivrisiko ist nicht null.
| BIOVERFÜGB. | 60 % |
|---|---|
| Vd | 1,7 l/kg |
| t½ | 11 h (Enalaprilat) |
| PROTEINBINDUNG | 50–60 % |
| METABOLISMUS | Hepatische Hydrolyse |
| AUSSCHEIDUNG | Renal |
| WIRKUNGSEINTRITT | 1 h · Maximum 4–6 h |
| WIRKUNGSDAUER | 12–24 h |