Waran · Warfarin Orion · Coumadin
Hemmt die Vitamin-K-Epoxidreduktase und damit die Faktoren II, VII, IX und X. Nach wie vor erste Wahl bei mechanischer Herzklappenprothese und bei Antiphospholipid-Syndrom, wo die direkten Antikoagulanzien unterlegene oder ungeprüfte Wirkung haben.
Blutung ist die dosbegrenzende Wirkung. Das Risiko ist am größten in den ersten Behandlungsmonaten und bei INR über dem therapeutischen Intervall.
| Indikation | Dosierung | Hinweis |
|---|---|---|
| Vorhofflimmern | Zieldosis individuell, INR 2,0–3,0 | Startdosis 5 mg, niedriger bei Älteren |
| Mechanische Aortenklappe | INR 2,5–3,5 | nicht auf DOAK wechseln |
| Venöse Thromboembolie | INR 2,0–3,0 | mindestens 5 Tage mit NMH überlappend |
| Antiphospholipid-Syndrom | INR 2,0–3,0 (höher bei arterieller Ereignis) | DOAK ist unterlegen |
Keine Dosisanpassung, aber das Blutungsrisiko steigt bei Niereninsuffizienz.
Erhöhte Empfindlichkeit — niedrig beginnen und INR engmaschig kontrollieren.
Selten; Dosierung durch Kinderkoagulationseinheit.
Bei schwerer Blutung reicht Vitamin K allein nicht — Prothrombinkomplexkonzentrat 25 E/kg zusammen mit Vitamin K 10 mg i.v. geben. Den Antikoagulationsdienst und ggf. den Hämostaseologen hinzuziehen.
| BIOVERFÜGB. | ~100 % |
|---|---|
| Vd | 0,14 l/kg |
| t½ | 20–60 h (S-Warfarin 24–33 h) |
| PROTEINBINDUNG | 99 % |
| METABOLISMUS | CYP2C9, CYP3A4, CYP1A2 |
| AUSSCHEIDUNG | Renal als Metaboliten |
| WIRKUNGSEINTRITT | Volle Wirkung nach 5–7 Tagen |
| GENETIK | VKORC1 und CYP2C9 erklären ~40 % der Dosisvariabilität |